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| Jodlerische Leckerbissen am Fest der "Tälläbuebä" | |
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75-Jahr- Jubiläumsfeier mit Gästen aus Nidwalden
Die
unterschiedlichen Jodellieder und die bekannten Naturjutze machten den
urchigen Abend besonders interessant. Rechtzeitig zum Jubiläum ist
auch eine Festschrift erschienen.
Am vergangenen Samstag, 23. Februar, feierten die
Tälläbuebä in der Aula Attinghausen ihren
Jubiläumsjodlerabend. Der älteste Jodlerklub des Kantons Uri,
am 30. Januar 1938 von acht "währschaften Mannen" gegründet,
wurde 75-jährig. Seit der Gründung tragen die
Tälläbuebä die Tracht unseres Nationalhelden Wilhelm
Tell. Sie besteht aus einem weissen Hirtenhemd, einem Ledergürtel,
braunen kurzen Hosen, handgestrickten weissen Wollsocken und den
markanten Holzschuhen. Am Outfit, ihrem Markenzeichen, hat sich in
diesen Jahren nicht viel geändert. Die Schneiderin und
Näherin Bernadette Lee, die Frau von Dirigent Rolf Lee, hat die
Tälläbuebä für den Jubiläumsabend mit
"nigelnagelneuen" Hosen ausgestattet. Rechtzeitig zum Jubiläum ist
auch eine Festschrift, verfasst von Robert Kuster, erschienen.
Abwechslungsreiches Programm
Der musikalische Leiter der Tälläbuebä, Rolf Lee,
stellte mit seinen Jodlern ein abwechslungsreiches Programm zusammen.
Den Abend eröffneten die Tälläbuebä mit dem
"Schwyzer", einem Jodellied von Emil Kindlimann, und dem "Arvi-Juiz"
von Trudy Kiser und Josy Berwert. Besondere Leckerbissen boten, vor
allem bei den dynamischen Jodelliedern, die Solosänger Toni Arnold
und Othmar Zgraggen sowie Toni Bissig und Ruedi Zgraggen. Danach sang
das Jodlercheerli Brisäblick aus dem nidwaldernischen Oberdorf
unter der Leitung von Bärti Lussi das Lied "Summerziit" von Emil
Wallimann und den "Gisi-Tossä-Juiz" von Sepp Lussi. Besonders
still wurde es in der prallvollen Aula, als das Jodelduett Petra und
Martina Gander auftrat. Die Schwestern aus Ennetbürgen, die von
Peter Odermatt am Akkordeon begleitet wurden, sangen mit ihren
wunderschönen Stimmen "Mis Hüsli" und "Mir singä".
Kinderchor begeisterte
Der Kinderchor von Attinghausen, unter der Leitung von Wädi
Wipfli, sang zuerst das Urner Tanzlied "Meiteli, wenn dü witt go
tanzä" und danach "Zogä-n am Boogä", an welchem
Landammann Josef Dittli, der ebenfalls unter den Gästen war,
sicher besonders Freude hatte. Als Höhepunkt sangen die Kinder den
"Siloballe-Blues", bei dem sie vom hervorragenden Klavierspieler Rolf
Lee begleitet wurden. Die unterschiedlichen Jodellieder und die
bekannten Naturjutze machten den urchigen Abend besonders interessant.
Ein spezielles Highlight boten die Geschwister Gander mit ihrer Zugabe,
dem "Steimandli-Jutz", bevor alle teilnehmenden Formationen
abschliessend in einem Gesamtchor auftraten und das Lied "Dankbarkeit"
von Franz Stadelmann, sangen. Nach den zahlreichen Auftritten der
einzelnen Formationen spielte die Ländlerkapelle
Adlerspitz-Buebä zum Tanz auf.
Grosses Gefühl der Zusammengehörigkeit
Für Erika Zanini-Brun, Vertreterin des Zentralschweizer
Jodlerverbandes, ist das Zusammengehörigkeitsgefühl die Basis
zum Erfolg. "Mit Euren Liedern und dem traditionellen Brauchtum bringt
Ihr viel Freude für Herz und Seele unter das Volk", sagte Erika
Zanini. "Feste soll man feiern, wenn sie fallen", meinte der
einheimische Regierungsrat Josef Dittli. "Die Tälläbuebä
mit den wunderbaren Stimmen tun etwas mit Freude, und mit ihren
jodlerischen Leckerbissen bringen sie auch Freude unter das Publikum"
so Josef Dittli. Wer das Jubiläumskonzert verpasst hat, kann den
Jodlerklub Tälläbuebä an der Jodlernacht vom 31. Mai, am
Wochenende des Urner Kantonalen Schwingfestes in Attinghausen, ein
weiteres Mal erleben.
Text wurde geschrieben von Paul Gwerder und erschien am 27.02.2013 im Urner Wochenblatt
Bilder vom Jodlerabend finden Sie in unserer Galerie.
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